Bewerben im Internet internet Der neue Weg zum Job Wer heute als Fach- oder Führungskraft einen neuen Job sucht, kommt am Internet kaum vorbei. Tausende von Stellenangeboten werden täglich im Word Wide Web veröffentlicht. Viele Offerten sind auf anderen Wegen gar nicht mehr zugänglich. So schafft das Internet ganz neue Zugriffsmöglichkeiten auf Stellenangebote und Firmendaten und ermöglicht auch unkonventionelle Bewerbungsformen. Jobsuche im Internet Die riesige Ausdehnung des Internets hat den Vorteil, dass Ihnen von Ihrem Schreibtisch aus Millionen an Informationen quasi per Mausklick zur Verfügung stehen. Für die Suche nach Ihrem Wunschjob eröffnet das Internet also viele verschiedene Möglichkeiten: Suchmaschinen und Kataloge Stellenangebote auf Firmenservern Newsgroups Metasuchmaschinen Elektronische Stellenmärkte Suchmaschinen und Kataloge Suchmaschinen stellen in manchen Fällen ein wirksames Hilfsmittel bei der Jobsuche im Internet dar. Die Qualität der Suchergebnisse hängt jedoch sehr stark von der Genauigkeit der eingegebenen Suchbegriffe ab. Daher empfiehlt es sich, auf globale Begriffe wie Branchenbezeichnungen oder Wörter wie "Job" zu verzichten. Schließlich kommt es auf die Kombination der Suchbegriffe an. Einige Suchmaschinen bieten die Funktion an, das Alter der Dokumente und die Region vorzuwählen. Häufig jedoch findet man jedoch auch nach diesen Einschränkungen eine zu große Liste mit zu wenigen relevanten Treffern vor. In Katalogen können Sie nach interessanten Unternehmen, Stellenmärkten oder auch nach konkreten Stellenangeboten fahnden. Die meisten Kataloge widmen den Themen "Stellenmarkt" oder "Jobs" einen eigenen Bereich, der zumeist leicht zu finden ist. Ein Katalog füllt sich im Prinzip dadurch, dass Anbieter ihre Seiten hier eintragen. Es kann also sein, dass eine Firma viel für Jobsuchende zu bieten hat, aber trotzdem nicht in einem Katalog zu finden ist. Suchmaschinen: www.lycos.de www.altavista.de www.excite.de Kataloge: www.yahoo.de www.web.de Stellenangebote auf Firmenservern Zahlreiche Unternehmen bieten mit einer eigenen Web-Seite auch Informationen über Beschäftigungsmöglichkeiten an. Wenn Sie schon eine Branche oder ein bestimmtes Unternehmen im Auge haben, so ist es sehr einfach, via Internet mehr über diese Firma herauszubekommen und Stellenangebote aufzuspüren. Oft wird schon auf der Homepage der Firmen-Seite ein Link auf die interne "Jobbörse" angeboten. Auch wenn Sie auf anderem Wege von Offerten eines Unternehmens erfahren haben, können Sie Ihre Bewerbung durch im Netz gesammelte Hintergrundinformationen erheblich verbessern. Newsgroups Der News-Dienst basiert weitgehend auf Text und besteht aus einer großen Anzahl von Diskussionsforen. Insgesamt gibt es über 10.000 nach Themen geordnete Newsgroups. In Deutschland gibt es einige Newsgroups, die für das Posting von Stellenangeboten interessant sind. Dabei ist festzustellen, dass sich die Masse der Angebote auf EDV-Berufe bezieht. Newsgroups: de.markt.arbeit.angebote de.mnarkt.arbeit.d euro.jobs Metasuchmaschinen Metasuchmaschinen sind Web-Seiten, die mehrere Suchmaschinen kombinieren. Das bedeutet, mit einer Anfrage werden mehrere Such-Services gleichzeitig abgefragt. Diese Meta-Services gibt es auch für spezielle Gebiete. Job-Metasucher durchsuchen verschiedene Quellen nach Offerten. Der Stellensuchende kann sich so unter Umständen eine Menge Zeit und Aufwand sparen. Metasuchmaschinen: www.jobs.zeit.de www.jobrobot.de www.cesar.de www.jobworld.de Elektronische Stellenmärkte Das Angebot an elektronischen Stellenmärkten in Deutschland scheint nahezu unerschöpflich. Doch Stellenmarkt ist nicht gleich Stellenmarkt. Bei genauerer Betrachtung lassen sich sehr schnell erhebliche Qualitätsunterschiede feststellen. Die wichtigsten Kriterien, die die Qualität eines elektronischen Stellenmarktes ausmachen sind neben Funktionsumfang (Leistungsspektrum) und Suchfunktionen vor allem Angebotsfülle und Aktualität der Stellenangebote. Elektronische Stellenmärkte: www.arbeitsamt.de www.jobpilot.de www.careernet.de www.jobware.de www.job-office.de www.karrieredirekt.de www.stellenmarkt.de www.stellenboerse.de www.hotjobs.com www.monsterboard.com Die klassischen Wege nicht vernachlässigen Haben Sie eine passende Position oder eine interessante Firma ausgemacht, möchten Sie mit dem Unternehmen in Kontakt treten. Prinzipiell können Sie einen Brief schreiben, anrufen, eine E-Mail schicken, die komplette Bewerbung versenden, ein Fax schicken oder persönlich vorstellig werden. Soweit vorhanden können Sie weiterhin ein Online-Bewerbungsformular ausfüllen. Jeder dieser Wege ist in einer bestimmten Situation der richtige. Der klassische Weg ist wohl immer noch, sogleich eine schriftliche Bewerbungsmappe einzuschicken. Dies hat den Vorteil, dass der Bearbeiter Ihre Bewerbung sehr sicher bekommt und auch lesen kann. Er hat alle erforderlichen Unterlagen sowie ein gutes Lichtbild sofort zur Hand und ist mit dieser Art der Bewerbung auf jeden Fall vertraut. Sofern ausschließlich eine Postadresse (das heißt keine E-Mail oder Telefonnummer) angegeben ist, ist dies sicher meist der richtige Weg. Dieser Weg kann aber auch Nachteile bieten. Zunächst ist der Aufwand, eine gute und genau auf Unternehmen und Profil zugeschnittene Unterlage zu erstellen, hoch. Eine komplette Bewerbungsmappe zu sichten und zu beurteilen kostet Zeit und Aufmerksamkeit. Die Kosten für das Handling sind für die Personalabteilungen ein nicht zu unterschätzender Faktor. Ein Feedback kann so recht lange dauern. Ist eine Telefonnummer angegeben, so bietet sich hier ein schneller und persönlicher Weg, um mit dem Unternehmen in einen ersten Kontakt zu treten. Damit haben Sie die Möglichkeit, offene Fragen zu klären und sich selbst schon einmal vorzustellen. Gut vorbereitet kann ein Anruf ein echtes Plus darstellen. Auch hier gibt es natürlich wieder die andere Seite, denn in vielen Unternehmen sind die jeweiligen Ansprechpartner stark beansprucht und so durch ein Telefongespräch eher genervt als beeindruckt. Vor- und Nachteile der Internet-Bewerbung Sich die Ressourcen des Internet für die Stellensuche zunutze zu machen, bietet sicher große Vorteile. Die ungeheure Vielfalt und die Novität des Mediums beinhalten aber auch gewisse Nachteile und Fallstricke. Dieser sollte man sich bewusst sein, denn nur so können die Vorteile wirklich genutzt und die Probleme minimiert werden. Kriterium Vorteil Nachteil --------------------------------------------------------------- Das weltweite Angebot nutzen + Exklusivität + Geschwindigkeit + Zeitunabhängigkeit + - Keine Platzprobleme + Internet-Image + - Sicherheit - Das weltweite Angebot nutzen Wenn Sie ein mobiler Mensch sind und eine oder mehrere Fremdsprachen beherrschen, kann eine Arbeit im Ausland sicher sehr reizvoll sein. Hierfür die richtigen und aktuellen Angebote zu finden, ist auf den konventionellen Wegen zumindest schwierig. Viele ausländische Zeitungen sind schwer zu bekommen, bisweilen enthalten die Auslandsausgaben gar keine Stellenangebote. Daneben ist es gar nicht so einfach, die einschlägigen Publikationen zu identifizieren. Je nachdem in welches Land Sie gerne möchten, macht das Internet die Suche um einiges leichter. Daneben lassen sich auch Informationen über die Arbeitsmarktsituation eines einzelnen Landes recht einfach im WWW recherchieren, genauso wie Auskünfte über rechtliche Aspekte. Exklusivität Durch Raum- und Kostengrenzen beschränkt, können bisher oft nicht alle Vakanzen eines Unternehmens in den Druckmedien ausgeschrieben werden. Die gewichtigen Preisvorteile, die das Internet bietet, erlauben es nun aber, soweit gewünscht, sämtliche offene Stellen im Internet zu publizieren. Dazu zählen auch die bislang nur im Unternehmen ausgehängten internen Stellenausschreibungen. Diese zusätzliche Schaltung der Vakanzen hat für den Stellensuchenden den Effekt, dass insgesamt mehr Stellenangebote zu finden sind. Daher erscheinen im Internet zunehmend originäre Offerten, also solche, die an anderen Stellen überhaupt nicht mehr auftauchen. Ein echtes Plus für Online-Jobsucher. Geschwindigkeit Trotz aller Staus auf der "Datenautobahn" und immer wieder prognostizierten Zusammenbrüchen - das Internet ist ein sehr schnelles Medium. Dies gilt sowohl für die elektronische Post als auch für die Übertragung im WWW. Meist ist die Online-Version einer Zeitung schneller beim Kunden als die Print-Ausgabe am Kiosk. Haben Sie einmal die richtigen Quellen für sich identifiziert, so können Sie auch für den Suchprozess Computerpower nutzen. Wenn Sie zum Beispiel Online- Stellenmärkte oder Meta-Suchmaschinen gefunden haben, die für Sie zufriedenstellende Ergebnisse liefern, können Sie sehr einfach über Rubriken oder Stichwortsuche passende Angebote aussortieren, ohne auch nur eines zu übersehen. Bei einer Wochenendausgabe einer Zeitung müssen Sie im Vergleich mit Pfunden von Papier ringen und brauchen leicht eine Stunde, um das Angebot zu sondieren. Zeitunabhängigkeit Das Internet mit seinen Inhalten ist weniger zeitdiskret. Hier kann man auch die Ausgabe einer Zeitung vom Vortag finden. Im Gegensatz zu Tageszeitungen erscheinen Jobofferten nicht nur für einen Tag, sondern bleiben oft bis zu einem Monat abrufbar. In vielen Fällen erweist sich dieser Faktor als Vorteil. Bei schlecht gepflegten Seiten kann er aber auch eine Falle sein, da für den Nutzer oft schwer nachzuvollziehen ist, ob das Angebot tatsächlich aktuell ist. So finden sich vielfach Offerten im Netz, die ein halbes Jahr und älter sind. Natürlich kann es sich in Einzelfällen auch um schwer oder dauerhaft zu besetzende Positionen handeln und der Arbeitgeber sehnt sich danach, diese mit Ihnen zu besetzen. Wenn Zweifel an der Aktualität des Angebotes bestehen, sollte vor einer Bewerbung auf jeden Fall telefonisch oder per E-Mail im Unternehmen nachgefragt werden. Keine Platzprobleme Der teure Platz in den Druckmedien, wo Anzeigen nach Millimetern berechnet werden, spielt im Internet so gut wie keine Rolle mehr. So ist es kostentechnisch irrelevant, ob eine Online-Stellenanzeige eine, zwei oder mehr Seiten einnimmt. Dadurch kann die Anzeige mit viel mehr Informationen versehen werden als bisher üblich und somit einer optimalen Bewerbung dienlich sein. Der Phantasie eines Arbeitgebers sind hier kaum Grenzen gesetzt. So ist durchaus vorstellbar, dass in einer Online-Stellenanzeige ein Videoclip vom Arbeitsplatz oder Bilder von den Kollegen und vom zuständigen Personalmitarbeiter integriert sind. Die Aufhebung von Raumrestriktionen bezieht sich auch auf die Selbstdarstellung von Bewerbern: Wo in einer Zeitung um jedes Wort und jeden Millimeter gerungen wird, lässt das WWW nahezu unbeschränkten Freiraum, um ein Stellengesuch oder gar eine eigene Website zu gestalten. Die eigene Präsentation im Internet Neben der aktiven Bewerbung bei Unternehmen haben Sie im Internet auch die Möglichkeit, sich durch ein Stellengesuch oder sogar eine persönliche Bewerbungsseite den Unternehmen zu präsentieren. Dazu bieten sich verschiedene Wege: Newsgroups Stellengesuche eigene Web-Seite bzw. Homepage Sie können in einer Newsgroup ein Stellengesuch posten. Dies ist prinzipiell nichts anderes als eine Bewerbungs-Mail mit dem Unterschied, dass sie sich nicht an ein bestimmtes Unternehmen richtet. Hierfür gibt es spezielle Newsgroups, die ausschließlich für Stellengesuche eingerichtet sind. In Deutschland ist dies zum Beispiel "de.markt.arbeit.gesuche". Für die Formulierung gelten eigentlich dieselben Regeln wie für eine E-Mail-Bewerbung. Viele Stellenmärkte bieten meist kostenlose Stellengesuche an. Diese sind teilweise reine Freitextfelder, teilweise aber auch sehr ausgefeilte Formulare. Es gibt solche, wo Sie etwa über Chiffre anonym bleiben und solche, wo alle Angaben öffentlich sind. Unserer Übersicht über Stellenmärkte können Sie entnehmen, welche deutschen Anbieter einen solchen Service eingerichtet haben. Auch bei der Formulierung eines Stellengesuches sollten Sie sorgfältig vorgehen und den Unternehmen genügend Fakten für eine Entscheidung zur Verfügung stellen. Die reizvollste, aber auch aufwendigste Möglichkeit der Präsentation ist eine eigene Web-Seite, die Sie den Unternehmen über Einträge in Suchmaschinen und Katalogen bekannt machen können. Ein eigener Web-Auftritt kann auch Attachments und Lebensläufe ersetzen, denn ein Hinweis auf Ihre Adresse erlaubt den Zugang zu einer hoffentlich toll gemachten Bewerbungsseite, die sämtliche relevante Informationen enthält. Für diese Option sollten man sich schon ein bisschen mit dem Internet und HTML auskennen. Dies ist allerdings keine Geheimwissenschaft - die Grundlagen erschließen sich auch Anfängern relativ schnell. Viele Anbieter von "Räumen" oder Webspaces im Internet bieten hier ihre Hilfe und mitunter einfach zu benutzende Tools an. Newsgroups: de.markt.arbeit.gesuche Stellenbörsen: www.job.de www.jobware.de www.stellenboerse.de Eigene Homepages: www.geocities.com www.tripod.com Internet-Image Keine Frage, das Internet ist "in" - kein Fernsehabend ohne WWW-Adressen, kaum eine Zeitschrift ohne Surf-Tipps. In der Wirtschaft wird das Netz der Netze immer mehr zu einem entscheidenden Faktor. Computer- und Internet-Erfahrungen werden immer mehr zu einer Schlüsselqualifikation. Da kann es auch für einen Bewerber günstig sein, sich des neuen Mediums zu bedienen. Wer sich auf dem Online-Weg bewirbt, zeigt damit schon sein Interesse und seine Fähigkeiten am und im Netz. Für Bewerbungen bei Internet- und Multimedia-Unternehmen gehört die E-Mail schon beinahe zum guten Ton und auch in anderen Branchen werden sie immer gefragter. Allerdings können sich Jobsuche und Bewerbung via Internet auch als Sackgasse erweisen. Dies gilt für die Fälle, in denen Angebote hoffnungslos veraltet sind oder E-Mails einfach verschwinden, weil der Umgang damit nicht bekannt oder unerwünscht ist. Bisweilen bieten Firmen rein aus Imagegründen WWW- Stellenanzeigen und E-Mail-Bewerbungsadressen an, ohne damit umgehen zu können oder zu wollen. Dies kann auch dazu führen, dass eine E-Mail-Anfrage erst nach Wochen beantwortet wird. Sicherheit Eine unverschlüsselt verschickte E-Mail ist nicht sicher und kann - mit speziellem Know-how und entsprechenden Mitteln - von anderen als dem Empfänger gelesen werden. Dies gilt dann ebenso für eine elektronische Bewerbung, wofür jedoch eine erhebliche kriminelle Energie erforderlich ist, die im Allgemeinen nicht unterstellt werden kann. Hier gilt es abzuwägen, ob die Gefahr, die entsteht, wenn eine Mail in nicht dafür gedachte Hände gerät, größer ist als der Nutzen einer schnellen Bewerbung per E-Mail, die auch Aufschluss über die Anwenderkenntnisse des Absenders gibt. Prinzipiell sollte man eine E-Mail als Postkarte betrachten und sich über die Konsequenzen eines unbefugten Lesens bewusst sein. Sechs goldene Regeln - Wägen Sie ab, welcher Weg zur Kontaktaufnahme der beste ist. Nutzen Sie E-Mail nur, wenn eine solche Adresse für Bewerber angegeben ist. - Recherchieren Sie bei Bedarf über Unternehmen, Branche und Aufgabenfeld. - Formulieren Sie eine präzise und vollständige Bewerbung mit genauem Bezug auf Position und Unternehmen. Nennen Sie die Quelle und Titel beziehungsweise Referenznummer der Stellenanzeige. - Versenden Sie Attachments nur nach Absprache oder bei dezidierten Tech-Firmen. Achten Sie auf Qualität, Datenvolumen (maximal ein Megabyte als Faustregel), Formate und einfachen Umgang mit Ihren Attachments. - Haken Sie nach etwa einer Woche ohne Reaktion telefonisch oder per Mail nach. - Bereiten Sie Ihre schriftlichen Unterlagen so vor, dass Sie diese bei Bedarf schnell nachreichen können. Tipps von Personalmanagern Die Online-Bewerbungswege bieten sich grundsätzlich an, wenn entsprechende Adressen in den Stellenanzeigen, online oder gedruckt beziehungsweise auf den Internet-Seiten eines Unternehmens angegeben sind. Entscheidend ist hier das "Wie". Hier ist die gleiche Sorgfalt geboten wie bei einer klassischen Bewerbung. Mit einer Bewerbungs-E-Mail präsentiert sich der Kandidat dem Unternehmen. Rechtschreibfehler und Ähnliches wirken da nicht besonders überzeugend. Wahren Sie die Form: Ihre Nachricht ist zwar auf dem Computer geschrieben und abgeschickt, Sie erreicht aber einen Menschen, dem Sie mit dem nötigen Respekt begegnen sollten. Hüten Sie sich also, Ihr Schreiben zu "flapsig" zu gestalten. Personalmanager sind mit einer Anrede wie "Hey Leute!!!!" meist nicht zu begeistern. Eine E-Mail zu verschicken kostet fast nichts. Auch dieselbe an viele Adressaten zu senden, lässt sich sehr einfach realisieren. Dies sollte allerdings nicht dazu verleiten, standardisierte Massenbewerbungen zu verschicken. Suchen Sie sich Ihre Stellenanzeige gut aus und recherchieren Sie sorgfältig über das Unternehmen. Das Internet macht Ihnen dies oft sehr einfach. Beziehen Sie sich präzise auf das Unternehmen und die betreffende Position. Es ist ebenso wichtig, die entsprechende Ausschreibung und die Quelle (welche Zeitung, welcher Internet-Stellenmarkt) zu nennen, soweit vorhanden auch die Referenznummer, damit Ihre Bewerbung richtig eingeordnet werden kann. Ein Personalmanager sagte: "E-Mail-Bewerbung hat den Geruch einer Massensendung - die individuelle, auf das Unternehmen zugeschnittene Gestaltung der Bewerbung ist entscheidend." In einer Bewerbungs-E-Mail sollten Sie darstellen, warum Sie sich für diese Position und dieses Unternehmen interessieren, welche Qualifikationen Sie dafür mitbringen, welche Tätigkeiten Sie bisher ausgeübt haben, was Sie von anderen abhebt und welche besonderen Fähigkeiten Sie haben sowie Ihren Lebenslauf in Kurzform. Technische Tücken Seien Sie so ausführlich wie nötig und so präzise und knapp wie möglich - am Bildschirm liest es sich nicht besonders gut - Romane sind daher nicht angebracht. Seien Sie vorsichtig mit Umlauten und dem "ß": manche E-Mail- Programme können sie nicht entschlüsseln, was der Lesbarkeit nicht gerade förderlich ist. Dies gilt insbesondere für Schreiben ins Ausland. Eine Postanschrift und möglichst eine Telefonnummer gehören zu einer guten Bewerbung dazu. Es empfiehlt sich, bei der ersten Kontaktaufnahme auf Attachments zu verzichten. Später können Sie als Attachment Ihren Lebenslauf zum Beispiel in Form einer Word-Datei der Mail beifügen. Druckt der Empfänger das Dokument aus, so hat er sofort Ihre Unterlage vorliegen. Sie können auch Ihre Zeugnisse und ein Foto einscannen und mitschicken. Achten Sie auf eine gute Auflösung des Fotos und wählen Sie es nicht zu klein. Platzieren Sie es eventuell etwas größer auf einer Extraseite. Achten Sie auf das Format des Attachment. Nicht jeder Empfänger versteht es allerdings, eine solche Datei wieder zu dekomprimieren. Wählen Sie gängige Formate wie "doc" oder "txt". Oft ist es besser, Grafiken in ein Textverarbeitungsdokument zu integrieren, als sie einzeln im "gif"- oder "jpg"- Format beizulegen. Manche, vor allem große Unternehmen untersagen es, Attachments in ihren Computernetzen zu öffnen. Daher erscheint es in der Regel sinnvoller, zunächst eine reine Text-Mail zu senden. In dieser Mail können Sie anbieten, die Bewerbung als Attachment zu liefern, falls dies gewünscht wird. Anders mag es bei Internet- oder Multimedia-Unternehmen sein, deren Geschäft es ist, mit diesen Dingen täglich umzugehen, und vielleicht sogar eine ausgefeilte elektronische Präsentation erwarten. Wenn Sie sich für ein Attachment entscheiden, so sollten Sie testen, dass sich dieses leicht öffnen und gut lesen lässt. Weitere Links: www.arbeitsamt.de Das Arbeitsamt www.jobs.zeit.de Metasuchmaschine der Zeit www.monsterboard.com Monsterboard - Jobs weltweit