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Equipment
Hier finden alle Interessierten und Neugierigen eine kleine Einführung in die
History und das Equipment des Paintballsports. Es ist schon eine Weile her, seit
ich diesen Artikel geschrieben habe, aber als kleine Einführung oder für ein
grundlegendes Verständnis sollte er ausreichen.
Inhalt
PaintgunsIm Großen und Ganzen unterscheidet man heute zwischen drei Arten von Paintguns:
Pumpen (oder Pumpguns)Die Pumpgun ist heute die einfachste Version eines Paintballmarkierers. Sie haben damals zusammen mit den ersten Halbautomaten (die sich jedoch noch niemand leisten konnte) die Gardena-ähnlichen Vollplastik-Billigmarkierer (damaliger Standard eben...) vom Spielfeld verdrängt. Die Pumpen waren nicht nur besser verarbeitet als die alten Farbspritzen, sie konnten sogar mit einigen Extras dienen: So war es zum Beispiel möglich, dank einem externen Magazin ("Ammobox" oder "Hopper") mehr als 10 Bälle gleichzeitig schussbereit zu haben. Die C/A Tanks setzten sich schließlich gegen die Kapseln durch und man begann, die ersten "Auto-Trigger" in die Pumpguns einzubauen. Durch das erleichterte Nachladen und Herausfeuern der Kugeln stand dem naiven Paintballer damals schier unbegrenzte Firepower zur Verfügung, zumal es sich jetzt durch diese Neuerungen auch lohnte, mehrere Balls in so genannten "Pots" im "Battlepack" mit auf's Spielfeld zu nehmen. Die Pumpgun galt als die präziseste Variante der bisherigen Paintguns, was nicht zuletzt auch dadurch betont wurde, dass sie insgesamt sehr viel flexibler war, als ihre Vorgänge. Man konnte alles erdenkliche Zubehör an sein Baby schrauben: Von den immer größer werdenden Ammoboxen und C/A Tanks über Zieloptiken bis hin zu Tuningläufen und Tuningbolts gab (oder gibt) es nichts, was es nicht gab (oder gibt). Das Funktionsprinzip einer Standard-Pumpe ist relativ einfach: Durch das zurückschieben des Pumpgriffs wird der Hammer gespannt, der Bolt geöffnet und eine Kugel fällt in den Lauf. Nach dem Vorschieben des Pumpgriffs wird die Kugel durch den Bolt in den Lauf gedrückt. Beim Betätigen des Abzuges schlägt der Hammer auf ein Ventil, das sich dann für einen kurzen Augenblick öffnet und das Gas durch den Bolt strömen lässt, dass die Kugel schließlich aus dem Lauf treibt. Anschließend muss der Pumpvorgang wieder wiederholt werden. Trotz den zwei Stars unter den Pumpern, der "Sterling" und der "Phantom", wurde diese Generation allmählich durch eine neuere Art der Paintguns verdrängt: Nämlich von den Halbautomaten. Halbautomatische Markierer(oder Semi-Automatics)Wie überall war auch im Paintgunsektor eine Steigerung möglich und so kam es, dass die ersten Halbautomaten das Licht der Welt erblickten. Allerdings konnte sich der "Normalspieler" dank der schwindelerregenden Preise sich diese sowieso aus dem Kopf schlagen; diese Babies waren nur etwas für hartgesottene Turnierspieler oder für Berufssöhne. Für ein paintspeiendes Rohr mit einem Griff, genannt Automag, musste man nämlich reichlich tief in seine Tasche greifen, zumal die damaligen Nebenkosten absolut betrachtet um einiges höher lagen als heute. Mit der Zeit kamen immer mehr verschiedene Modelle auf den Markt und dank der VM68 im Sinne des "open-bolt blow-back" gab es auch bald für jeden Spieler erwerbbare halbautomatische Markierer. Die halbautomatischen Paintguns sind heutzutage standard. Dadurch dass die Preise (Gott sei Dank) in den Keller gegangen sind, können sich auch immer mehr Einsteiger eine Semi leisten. Natürlich muss man weiterhin zwischen dem Pro-Spieler mit seiner Automag, dem Amateur mit seiner Tippman und dem Rookie mit seiner Spyder differenzieren. Bei den halbautomatischen Markierern unterscheidet man zwischen drei verschiedenen Systemen: Das "open-bolt blow-back"-System muss erst einmal von Hand gespannt werden. Dabei wird der Hammer, der direkt mit dem Bolt verbunden ist, gegen Federdruck nach hinten gespannt. Jetzt ist der Bolt geöffnet ("open-bolt") und eine Kugel liegt schussbereit vor ihm. Beim Betätigen des Abzuges wird der Hammer durch die Feder nach vorne gedrückt und schlägt auf ein Ventil, das sich öffnet und Gas ausströmen lässt. Gleichzeitig mit dem Vorschnellen des Hammers hat dieser auch den Bolt mitgenommen, der die Kugel in den Lauf gedrückt hat. Ein Teil des Gases strömt durch Hammer und Bolt, um die Kugel aus dem Lauf zu katapultieren, ein anderer Teil des Gases drückt den Hammer wieder zurück und spannt ihn wieder gegen die Hauptschlagfeder, womit der Bolt wieder geöffnet ist, eine Kugel bereit liegt, und die Waffe wieder schussbereit ist. Diese System ist am billigsten zu realsieren und war ein wichtiger Faktor, um Halbautomaten der Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Die Nachteile bestehen in einem erhöhten Gasverbrauch und einer relativ unruhigen Schussfolge. Bekannteste Vertreter dieser Klasse sind die Spyder, VM68, Tippman, oder sonst jede beliebigen Gun mit Spannhebel. Beim "open-bolt blow-forward"-System ist der Bolt bereits gespannt ("open-bolt") und wird beim Betätigen des Abzuges durch Gasdruck nach vorne geschoben ("blow-forward"), wobei er den Ball in den Lauf drückt und dieser durch das Gas aus dem Lauf geschossen wird. Anschließend wird der Bolt durch Federdruckt wieder nach hinten gespannt, so dass eine neue Kugel in den Lauf fallen kann. Dieses System hat den niedrigsten Gasverbrauch. Als Beispiele dieser Klasse sind die Mag-Family, Equalizer und die Desert-Fox zu nennen. Das "closed-bolt"-System gilt als das schussgenaueste unter allen. Das liegt daran, dass vor der Schussabgabe, wie bei einer Pumpgun, keine unnötigen Teile mehr bewegt werden. überhaupt sind diese Markierer nichts anderes als Pumpguns, denen man das Pumpen durch CO2 überlassen hat. der Bolt liegt in geschlossener Ruhestellung. Beim Betätigen des Abzuges fährt der Bolt zurück und eine Kugel kann in den Lauf. Beim vorfahren des Bolts wird die Kugel in den Lauf gedrückt und wird erst abgefeuert, wenn der Bolt hinter dem Lauf vollkommen abgedichtet hat. Anschließend liegt der Bolt wieder in geschlossener Position. Die populärsten Markierer dieser Art sind die Autococker, die Taifun, und die Elektropneumaten, bei denen aber noch jede Menge elektronischer Firlefanz eine Rolle spielt. Wie überall war auch hier eine Steigerung möglich. Nein, falsch geraten, es kommen noch nicht die vollautomatischen Superwummen, sondern immer noch halbautomatische Markierer, jetzt jedoch auf elektropneumatischer Basis. Elektropneumatische MarkiererDieses System ist eines der neuesten auf dem Markt. Einige bekannte Vertreter sind die Shocker von SmartParts und die Angel von WDP. Im Grunde sind dies ganz normale halbautomatische Markierer, die auf einer Art elektronischem closed-bolt-System basieren. Wie die Dinger jetzt eigentlich genau funktionieren, weiß ich auch nicht, da ich mich einfach nicht für diese Art von Paintguns interessiere. Auf jeden Fall sind sie tierisch leise und von der Präzision, selbst bei hohen Schussfolgen, kann der Durchschnittspaintballer nur träumen... Vollautomatische MarkiererVon mir persönlich fast verabscheut, habe ich weder das Wissen, noch die Lust darüber irgendetwas zu schreiben. Mit den Dingern läuft ein gemütlicher Paintball-Nachmittag nur auf eine pure Materialschlacht raus, und das ist schlicht und ergreifend nicht der Sinn von Paintball. Sorry, wenn ich jetzt die Leute in unserem Sport beleidigt habe, die nix anderes können, als wild-drauf-los zu ballern, aber das sind dann meistens eh nur solche "Die-Gun-hab-ich-zu-Weihnachten-geschenkt-bekommen-und -die-Munition-schenkt-mir-mein-Daddy"-Spieler, und diese sollen gefälligst ihr Maul halten... PaintballsUnd was wird bei Paintball verschossen? Genau, Paintballs! Durchgesetzt haben sich die Paintballs im Kaliber .68. Früher gab es noch andere Größen für spezielle Markierer, die aber mit der Zeit vom Markt verschwunden sind. Da sie eben nicht mehr so populär sind, werden auch weniger davon hergestellt, was natürlich die Kosten dafür wieder in die Höhe treibt. Wie gesagt: Kaliber .68 ist der Paintball! Es gibt die Paintballs mittlerweile in allen erdenklichen Farben, bzw. Farbkombinationen, wobei man sich darauf geeinigt hat, auf rote Farbe zu verzichten, um unserem Sport nicht das Image eines Kriegsspiels mit Blutvergießen aufzudrücken. Außerdem lassen sich die Paintballs noch zwischen "Normal" und "Turnier" unterscheiden. Im Gegensatz zu der "Normalen" Farbfüllung sind die "Turnier"-Balls mit Wachsfarbe oder sonstiges schwer zu entfernendem Zeugs gefüllt, um ein "cheaten", im Sinne von "wegwischen", auf Turnieren, für die man übrigens immer einen Arsch voll Geld hinblättern muss, auszuschließen. Die bekanntesten Paintballhersteller sind wahrscheinlich ZAP und R.P. Scherer. natürlich gibt es wiederum von jeder Paintmarke etliche verschiedene "Modelle", zum Beispiel hat Scherer die "Marballizer" im Sortiment, die durch ihre originelle Farbkombination "Swirl" in der Hülle einfach nur noch geil aussehen. Wenn auch von übermäßigem Paintball-Verzehr abzuraten ist, so ist der Paintball an sich ungiftig. Es gibt sogar Turniere, die als "Nebendisziplin" Paintball-Essen anbieten; nur die Gelantineschale darf aus Sicherheitsgründen ausgespuckt werden...na denn, Mahlzeit. LäufeMit dem Aufkreuzen der ersten komplexeren, aber auch flexibleren, Markierern, war es möglich, den Lauf zu wechseln. Seit dieser Zeit gibt es unzählige Läufe für unzählige Markierer von unzähligen Herstellern. Genau wie über die beste Paintsorte kann man sich auch über den besten Lauf streiten. Bewährt haben sich allerdings Läufe, die in irgendeiner Form Veränderungen im Vergleich zu einem stinknormalen Rohr aufweisen. Sei dies durch Löcher, sonstige Ausfräsungen oder durch Züge. Das Prinzip ist auf jeden Fall klar: Einfach nur ein Loch, um das jemand Metall gewickelt hat, ist nicht gerade das Gelbe vom Ei. Im Groben und Ganzen lässt sich jeder Tuninglauf in ein paar einzelne Faktoren zerlegen. Das fängt schon beim Material an:
Es kommt natürlich nicht nur auf das Material an, sondern auch, wie diese Läufe bearbeitet sind:
Außerdem ist heutzutage jeder Lauf bis zum Exzess gehont, das heißt, er ist von innen poliert. Um mir ein persönliches Urteil erlauben zu dürfen, muss ich vorher auf folgendes hinweisen: Wie gesagt, kann man über den "besten" Lauf streiten, da die Erfolge eines Tuninglaufes immer von einer Vielzahl von Faktoren abhängen. Der gleiche Markierer mit dem gleichen Lauf kann mit unterschiedlicher Paintsorte (anderes Gewicht, anderer Durchmesser der Paint) durchaus unterschiedliche Ergebnisse liefern. Auch wenn man die gleiche Paintsorte verwendet, kann man Unterschiede feststellen, wenn man zum Beispiel alte oder neue Paint mischt. Durch Unterhaltungen mit anderen Spielern, Beobachtungen oder einfach durch Ausprobieren, bin ich zu folgenden Ergebnissen gekommen, wobei ich nocheinmal ganz ausdrücklich darauf hinweise, dass diese Wertung in keinster Weise objektiv ist! Natürlich schwanken die Ergebnisse von Markierer zu Markierer: Eine Cocker schießt mit einem DYE Lauf bestimmt genauer als eine Spyder!!! Also, folgende Läufe kann ich ernsthaft weiterempfehlen (spiele ich auch zum Teil selbst):
BoltsEine weitere Möglichkeit, sein Baby auf Hochform zu bringen, besteht darin, den Standardbolzen gegen einen Tuningbolzen auszuwechseln. Heutzutage bezeichnet man jede Art von Tuning-Bolt als "Venturi-Bolt". Diese Bolzen versuchen mit allen möglichen Tricks, die Schusseigenschaften zu verbessern. Dies wird durch folgende Methoden versucht:
Venturi-Bolts gibt es ebenfalls in verschiedenen Materialien. Ein häufig benutztes Material ist Aluminium, da dieses Metall sehr leicht ist. Es muss also nicht soviel Masse bewegt werden, womit die Waffe auch ruhiger in der Hand liegt. Immer öfters hört man auch von Venturi-Bolts aus Titan, da dieses Material sehr abnutzungsresistent sein soll. Früher verwendete man auch Delrin zur Herstellung von Venturi-Bolts. Jedoch sind diese mit der Zeit vom Markt verschwunden, da Delrin zwar ungeheuer abriebfest war, aber sehr heftig auf Spitze Gegenstände (Fingernägel, Sandkörner, etc.) reagiert hat. Wenn dann mal ein Sandkörnchen zwischen Bolt und Gehäuse kam, hat es einem den ganzen Bolt zerfetzt... Wie auch bei den Läufen, kann man sich auch hier nicht auf den "besten" Venturi-Bolt festlegen. Die Auswahl ist auch (noch) nicht so groß wie bei den Läufen. Hat man erstmal einen Venturi-Bolt eingebaut, dann macht man sich um diesen auch nicht mehr viel Gedanken. Ammoboxen (oder Hopper)Mit der Einführung der Pumpguns wurde es möglich, externe Magazine anzubringen. Die Geschichte der Hopper hatte begonnen. Anfangs noch mit bescheidenem Volumen von 40 oder 60 Balls wuchs die Größe der Hopper schließlich auf 100 bis 200 Balls, zumal die 10-er Röhrchen allmählich von den Pots verdrängt wurden, und es sich durch C/A rentierte, mehr Ammo mit auf's Spielfeld zu nehmen. Heutzutage ist die gängigste Größe eine 200-er Ammobox bei einem halbautomatischen Markierer und eine 100-er Ammobox bei einem Pumper. Ich selbst spiele inzwischen einen 200er VL auf meiner Spyder oder Cocker. Paintfetischisten und "Accuracy by Volume"-Player schrauben sich auch schon mal eine 300-er Ammobox auf ihr Paintspritze. Nach der Einführung der Halbautomaten stand man jedoch einem Problem gegenüber: Was tun, wenn man zu schnell schießt. Immerhin bekommt man mit einem schnellen Triggerfinger gut und gerne 7 Balls die Sekunde raus! und wenn die Balls nicht schnell genug nachfallen, werden sie gnadenlos von dem nach vorne schnellenden Bolt zerhackt, und man hat den Sadder im Lauf. Also erfand man kurzerhand die elektronische Ammobox. Wenn sich auch das Aussehen und die Effektivität bis heute geändert hat, so beruhen sie immer noch allem auf dem gleichen Prinzip. Eine Lichtschranke prüft, ob Kugeln nachfallen. Ist dies nicht der Fall, so wird ein kleines Paddel im Innern der Ammobox ein kleines Paddel in Gang gesetzt, das die Balls nachschaufelt. Den Strom bekommt das ganze System von 9V-Blocks. Die beiden Vertreter der elektronischen Hopper waren "Viewloader" und der "Autofeeder". Es war wirklich reine Geschmacksache, für welchen Typ man sich entschied: Der Viewloader war etwas langsamer, dafür brauchte der Autofeeder einen 9V-Block mehr. Nachdem Viewloader jedoch den "Shredder" auf den Markt brachte, der einige Volt mehr unter der Haube hatte als sein Vorgängermodell und mit einem größeren Paddel schaufelte, wurde es mächtig still um den Autofeeder und Viewloader konnte sich durchsetzen. Es gibt inzwischen einige Viewloadermodelle. Das Non-Plus-Ultra ist im Moment der VL 2000 Revolution, der mit seinem vierarmigen Paddel wie wild schaufelt. Außerdem gibt es endlich ein schönes Batteriefach mit Kontrollleuchte und einem gut platzierten On/Off Schalter. Man sollte vielleicht noch etwas zu den Viewloader-Hoppern sagen. Die "Hunderter"-Reihe ist ohne Motor mit dem jeweiligen Fassungsvermögen (VL 100 = 100 Balls, VL 200 = 200 Balls, VL 300 = 300 Balls), die "Tausender"-Reihe ist die entsprechende Variante mit Motor (VL 2000 = 200 Balls, VL 3000 = 300 Balls). Die "Revolution"-Serie ist das neueste aus der Viewloader-Schmiede. Sie hat ein verbessertes Paddel und ist in zwei Versionen als 9V und 12V verfügbar. Von Viewloader gibt es übrigens auch so genannte Proflex Modelle, die eine weiche Schale besitzen, um die Chance, Paintballs abprallen zu lassen, zu erhöhen. Für alle anderen Ammoboxen gibt's Neoprenüberzüge, um den gleichen Effekt zu erzielen... Pots / (Speed-)LoaderIn einer Zeit, in der immer mehr Paintballs pro Spiel verschossen werden, muss man diese natürlich auch halbwegs sicher während dem Spiel aufbewahren. Dafür wurden die Pots erfunden. im Grunde ist ein Loader nichts anderes als ein Plastikzylinder mit einem Deckel, der die Balls vor dem Zerquetschen schützen soll. Die Deckel sind übrigens mit denen der Hopper kompatibel und lassen sich im Notfall einfach austauschen. Die Standard-Pots haben ein Fassungsvermögen von Hundert Balls. Früher bot nur der Hersteller "Indian Springs" auch 130-er und 70-er Pots an. Größere Pots sind aber inzwischen die Regel und werden von fast allen Herstellern angeboten. Man sollte seinen Pot jedoch nie ganz füllen, da sie in actionreichen Situationen ziemlich leiden. Denn wenn man sich schwungvoll in die Deckung wirft und auf seinen Pots landet, kann es schon vorkommen, dass sie sich ein wenig eindellen lassen und den beinhalteten Balls nicht mehr genug Schutz vor dem Zerdrücken bieten können. Somit hat man den ganzen Sadder im Pot. Zu viel Luft sollte man aber dennoch nicht im Loader lassen, denn die Balls rascheln dann unangenehm bei jeder Bewegung. Besonders ärgerlich ist das, wenn man sich irgendwo anschleichen muss. Obwohl die Pots normalerweise in der Farbe schwarz verkauft werden, sind farbige Pots trotz des etwas höheren Preises vorzuziehen. Im Spiel hat man nämlich nicht immer die nötige Zeit, in Ruhe nachzuladen, und wenn es eben schnell gehen muss, dann wirft man schon mal so einen Pot in die Pampa. Das kann aber mit der Zeit recht teuer werden. Gut, wenn man dann einen weißen oder gelben Loader verwendet hat, den man nach dem Spiel leicht wiederfinden kann. Doch wie nimmt man die Pots mit auf's Feld? Ganz einfach, man steckt sie sich wo rein: In einen Battlepack! BattlepacksBattlepacks sind in erster Linie als Tragehilfe für Speedloader gedacht. Da es sich aber durchgesetzt hat, seine Flasche nicht mehr "on-gun" sondern "Remote" zu spielen, besteht der Standard-Battlepack heutzutage auch noch aus einer zusätzlichen Tanktasche. Die Battlepacks gibt es nicht nur in allen möglichen Farben und Tarnmustern, sondern auch in allen möglichen Designs. Durchgesetzt hat sich die Variante, bei der die Pottaschen waagrecht links und recht befestigt sind und die Tanktasche senkrecht in der Mitte hängt. Damit die Pots nicht aus den Taschen rutschen, werden meistens Klettverschlüsse oder (seltener) Reißverschlüsse benutzt. Es gibt einige Sondervarianten an Battlepacks, wovon ich einige vorstellen will:
MaskenDas wichtigste Ausrüstungsstück ist die Maske. Wer hier an der falschen Stelle spart, kann sich schnell mal nach einem Blindenhund umsehen (tolles Wortspiel, gell?). Man sollte nur einen Gesichtsschutz kaufen, der speziell für den Paintballschutz entwickelt wurde. Auf keinen Fall sollte man Schweißer oder Skibrillen verwenden!!! Am populärsten sind die Masken von "JT", gefolgt von "Scott" und "Vents". in der letzten Zeit kamen auch Modelle der Firmen "Leader" und "Brass Eagle" auf den Markt, denen man ebenfalls trauen kann. An alle: Wer ohne ausreichenden Gesichtsschutz auf's Spielfeld geht, spielt nur eine andere Form von Russischem Roulette. Man kann sich nicht ausmalen, was ein mit 220 fps (international sogar 300 fps!) anrasender Paintball im Auge anrichten kann. Sollte euch ein Spieler auffallen, der sich mit irgendwelchen Billigbrillen auf's Feld wagt, dann weist ihn unmissverständlich auf diesen Fehler hin! Ein großes Problem ist natürlich, dass man unter der Maske schnell kurzatmig wird. Aus diesem Grund schneiden sich viele so genannte "Pros" das Faceplate oder sonstige Teile der Maske weg. ernsthaft gefährlich ist das nicht, solange die Brille unversehrt bleibt, jedoch kann ich niemandem einen Treffer ins Gesicht empfehlen. Also besser Faceplate und sonstige Schutzplatten an der Maske lassen! Ebenfalls problematisch ist das schnelle Anlaufen der Maske. Es gibt verschiedene Versuche, diesen Effekt einzudämmen:
Man sollte die Maske besonders gut pflegen, um den besten Schutz zu gewährleisten. Man sollte die Maske nur mit einem Brillenputztuch sauber machen. Zewa oder Bounty können die Linse verkratzen. Man sollte keine scharfen Reinigungsmittel wie Alkohol oder sonstiges ätzendes Zeug verwenden, denn die Linsen bestehen meistens aus einem hochempfindlichen Spezialkunststoff. Gerade bei einem direkten Treffen auf die Linse ist die Verlockung groß, da die paint beim abwischen einen trüben Film hinterlässt. Wenn es sein muss, kippt man eben drei Flaschen JT-Anti-Fog-Spray (der Geheimtipp unseres Teams, wenn's darauf ankommt, die Maske zu putzen. Gell, Gordon?!) drauf. Dafür kann man sicher gehen, dass dem Glas nichts passiert. KleidungEs gibt natürlich keine Vorgeschriebene Kleiderordung beim Paintball und Gott sei Dank gibt es auch noch keinen Markenzwang, da die Anbieter in diesem Sektor sowieso nur in beschränkter Anzahl vorhanden sind. Hauptsache die Klamotten sind bequem, so dass ihr euch auch noch in den abartigsten Positionen wohlfühlt, und sie können etwas Farbe vertragen. Also nicht gerade mit der Levi's auf Feld ziehen, ok? Da Paintball ursprünglich in der freien Natur gespielt wurde, waren Tarnklamotten prima geeignet: Sie waren strapazierfähig, praktisch, und sie tarnten eben. Jedoch trugen diese Tarnklamotten auch dazu bei, dass der Paintballsport schnell zum Kriegsspiel abgestempelt wurde - was vor allem in unserem ach so toleranten Deutschland überall aneckte. Und so starteten die Deutschen (nein, nicht die Amis oder die Briten!!!) die "no camo, more fun" Bewegung. Man versuchte zumindest in der Öffentlichkeit (sprich beim Bierholen an der Tanke in der Pause oder auf Turnieren) auf Tarnklamotten zu verzichten, um aus dem bösen Image herauszukommen. Inzwischen sind Tarnklamotten, zumindest im europäischen Paintballsektor, auf Turnieren endgültig verbannt. Niemand hat etwas dagegen, wenn ihr am Wochenende auf einer alten Army-Base im Tarnanzug mit euren Kumpels Paintball spielt! Inzwischen ist die Tarnung auch nicht mehr so wichtig. In den Anfangsjahren des Paintballs schlich man stundenlang getarnt durch den Wald, um mit einem gezielten Schuss den Gegner herauszuholen. Heute, im Zeitalter der Farbspritzen, ist die Tarnung in den Hintergrund gerückt, da man sich in erster Line sowieso nur noch Paintschwälle entgegenschickt. |
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