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HOWTO: T-Online DFÜ

Dieses HOWTO beschreibt die Einrichtung eines DFÜ-Netzwerks unter Windows 95/98. Da es allerdings schon 1999 von mir geschrieben und veröffentlicht wurde, ist die Problematik nicht mehr ganz so aktuell - wenn man also einen neuen T-Online-Decoder besitzt (ab Version 3.0) braucht man diese DFÜ-Verbindung nicht mehr manuell einzurichten, da diese die Software von selbst einrichtet.

Wieso eine DFÜ-Verbindung einrichten?

  • Der T-Online Decoder unterstützt nur ausgewählte Hardware. Ist ein Modem oder eine ISDN-Karte nicht in der Liste vorhanden, kann man sich nur über das langsame "Standardmodem" ins Internet einwählen.
  • Viele Programme benötigen eine DFÜ-Verbindung, um fehlerfrei zu laufen. Das beliebte Chatprogramm ICQ zum Beispiel läuft ausschließlich mit einer DFÜ-Verbindung!
  • Manche Internet-Angebote (Chats, E-Shops, etc...) kommen mit dem T-Online Decoder nicht zurecht.

Schritt 1: DFÜ-Verbindung einrichten

  • Als erstes muss man eine neue DFÜ-Verbindung erstellen. Meistens findet man die dazugehörigen Programme unter Arbeitsplatz / DFÜ-Netzwerk oder unter Start / Programme / Zubehör / Kommunikation / DFÜ-Netzwerk.
  • Sollte man das Programm zum Einrichten des DFÜ-Netzwerks nicht finden, muss es manuell von der Windows-CD nachinstalliert werden. Wie das nachinstallieren einzelner Systemkomponenten funktioniert, steht im Windows-Handbuch oder in der Windows-Online-Hilfe.
  • Wenn man sich bis in den DFÜ-Ordner durchgeklickt hat, findet man dort ein Programm, mit dem man eine neue DFÜ-Verbindung einrichten kann. Meistens heißt es "Neue Verbindung einrichten", "Neue DFÜ-Verbindung einrichten" oder "DFÜ-Netzwerk installieren" oder so...
  • Nach dem Start des Programms erscheint ein Fenster, in dem man den Namen der Verbindung wählen kann (voreingestellt ist hier meistens "Benutzerdefinierte Verbindung") und das Einwahlgerät (Voreinstellung ist "Standardmodem") auswählen kann.
  • Der Name der Verbindung ist durch einen Klick in das Namensfeld beliebig wählbar. Jedoch sollte man den Namen später eindeutig einer bestimmten Verbindungskonfiguration zuordnen können. Sinnvollerweise nennt man die DFÜ-Verbindung zu T-Online eben "DFÜ-Verbindung zu T-Online", "Verbindung zu T-Online" oder einfach nur "T-Online".
  • Jetzt muss noch das Einwahlgerät ausgewählt werden. Das geht nun wirklich denkbar einfach: Durch einen Klick auf das Pulldown-Menü öffnet sich eine Liste mit allen dem System bekannten Geräten, mit denen man sich in das Internet einwählen kann. Hier wählt man einfach sein installiertes Modem aus. Sollte das Modem nicht in der Liste aufgeführt sein, wurde es nicht korrekt installiert. Notfalls wählt man eben "Standardmodem" aus. Wenn man sich nicht sicher ist, welches Modem man auswählen soll, kann man in den Grundeinstellungen des T-Online-Decoders sein Modemtyp nachprüfen.
  • Nachdem man einen Namen und ein Modem für die Verbindung ausgewählt hat, klickt man auf "Weiter"
  • Anschließend öffnet sich ein Fenster, in dem man die Einwahlnummer der T-Online-Zentrale konfigurieren muss. Eigentlich erklärt sich dieses Fenster von selbst: In das Feld "Ortsvorwahl" gibt man seine Ortsvorwahl ein und aus dem Pull-down Menü "Landesvorwahl" wählt man "Deutschland (49)" aus, sofern es nicht schon voreingestellt ist. Das einzige, was man hier wissen muss, ist die Rufnummer Der T-Online-Zentrale. Für schnelle Verbindungen (also ab einem 28er Modem aufwärts) lautet die Nummer: 0191011 (Die Null am Anfang nicht vergessen!).
  • Jetzt klickt man wieder auf "Weiter".
  • Jetzt bekommt man einen Statusbericht von Windows, der einem mitteilt, dass man gerade eine neue DFÜ-Verbindung erstellt hat, und erklärt, wie man die Einstellungen derselben ändert. Diesen abschließenden Bericht darf man mit einem Klick auf "Fertig stellen" aber getrost überspringen.

Schritt 2: DFÜ-Verbindung konfigurieren

  • Nachdem die neue DFÜ-Verbindung erstellt worden ist, findet man im DFÜ-Ordner ein neues Icon mit dem vergebenen Namen, das die neuerstellte Verbindung repräsentiert.
  • Um die Verbindung zu konfigurieren, klickt man mit der rechten Maustaste auf die Verbindung und wählt aus dem Kontextmenü "Eigenschaften" aus.
  • Es erscheint ein Fenster mit vier Registerkarten: "Allgemein", "Servertypen", "Skript" und "Multilink".
  • Auf der Registerkarte "Allgemein" kann man alle Eigenschaften ändern, die in Schritt 1 gewählt worden sind.
  • Hier muss die Option "Ortsvorwahl und Wählparameter verwenden" deaktiviert werden. Dies erreicht man durch einen Klick auf das Häkchen. Wenn die Option erfolgreich deaktiviert wurde, werden die Felder "Ortsvorwahl" und "Landesvorwahl" grau unterlegt und das Häkchen verschwindet aus dem Kästchen.
  • Jetzt kommen die Einstellungen für den Server. Dazu klickt man am oberen Rand auf die Registerkarte "Servertypen".
  • Im Pull-down Menü "Typ des DFÜ-Servers" sollte standardmäßig "PPP: Internet, Windows NT Server, Windows 95, Windows 98..." ausgewählt sein.
  • Die "Erweiterten Optionen" sollten bis auf die "Softwarekomprimierung" alle deaktiviert sein.
  • Als "Zulässige Netzwerkprotokolle" sollte nur das TCP / IP aktiviert sein.
  • Bei den Registerkarten "Skript" und "Multilink" muss nichts geändert werden.
  • Zum Schluss werden die neuen Einstellungen mit einem Klick auf "Ok" übernommen.

Schritt 3: Modemkonfiguration

  • Um das Modem zu konfigurieren, klickt man mit der rechten Maustaste auf die Verbindung und wählt aus dem Kontextmenü "Eigenschaften" aus.
  • Auf der Registerkarte "Allgemein" wählt man unter dem ausgewählten Modem "Konfigurieren..:" aus.
  • Es öffnet sich ein neues Fenster mit fünf Registerkarten am oberen Rand: "Allgemein", "Einstellungen", "Optionen", "Unterschiedliche Rufzeichen" und "Anrufweiterleitung".
  • Die wichtigste Option ist hier die Konfiguration der Verbindungsgeschwindigkeit. Hier sollte man aus dem Pull-down Menü die richtige Geschwindigkeit auswählen. Man darf sich von den abweichenden Werten nicht verwirren lassen. Bei einem 56k Modem kann man ruhig eine Übertragungsrate von 57600 einstellen. Man muss keine Angst haben, dass man sein Modem überlastet oder so...
  • Wenn die Option "Nur mit dieser Geschwindigkeit verbinden" nicht aktiviert ist, wird meistens automatisch mit der korrekten Übertragungsgeschwindigkeit verbunden. Wenn man die Option "Nur mit dieser Geschwindigkeit verbinden" aktiviert ist, kann man mit einem 56k Modem auch mit gemütlichen 38k oder 20k surfen...für was das aber gut sein soll, hab ich auch noch nicht rausgefunden...also am besten die richtige Übertragungsgeschwindigkeit aus dem Pull-down Menü auswählen und die Option "nur mit dieser Geschwindigkeit verbinden" deaktivieren...
  • Da man in den anderen Registerkarten nichts verändern muss, kann man die geänderten Einstellungen jetzt mit einem Klick auf "Ok" speichern.Da man in den anderen Registerkarten nichts verändern muss, kann man die geänderten Einstellungen jetzt mit einem Klick auf "Ok" speichern.

Schritt 4: Das erste Einwählen

  • Um sich nun per DFÜ-Verbindung ins Internet einzuwählen, klickt man zunächst einmal mit einem Doppelklick auf die neuerstellte Verbindung.
  • Jetzt öffnet sich ein Fenstern mit zwei Feldern: Benutzername und Kennwort.
  • Höchstwahrscheinlich ist in dem Feld "Benutzername" der Name eingetragen, mit dem man sich am Anfang bei Windows eingeloggt hat. Dieses muss nun geändert werden. Der T-Online Benutzername setzt sich nämlich wie folgt zusammen: Anschlusskennung + T-Online Nummer +vierstelliges Mitbenutzersuffix.
  • Diese Zahlenkombination muss nun in das Feld "Benutzername eingetragen werden.
  • Beispiel: Ihre Anschlusskennung lautet 0011223344, ihre T-Online-Nummer lautet 55667788 und sie sind der einzige Benutzer des T-Online-Internetanschlusses (im Zweifelsfall lautet ihr Mitbenutzersuffix immer 0001, dann kann nichts schiefgehen). Ihr Benutzername 001122334455667788#0001. Achtung: Bei DSL-Zugängen muss zusätzlich an diese Nummernkombination noch ein "@t-online.de" angehängt werden! Nachdem sie dieses ins Feld "Benutzername" eingetragen haben, wird diese Zahlenkette in der Regel nach der ersten Erfolgreichen Verbindung gespeichert und muss nicht nocheinmal von Hand eingegeben werden.
  • Im Feld "Kennwort" müssen sie ihr persönliches T-Online Passwort eintragen. Obwohl dieses Passwort gespeichert werden kann, sollte diese Option deaktiviert sein. Der Mehraufwand zum eingeben des Passwortes bei jeder Verbindung steht in keinem Verhältnis zu dem Sicherheitsloch, das entsteht, wenn sie ihr Passwort gespeichert lassen. Außerdem kennt man sein Passwort spätestens nach der dritten Verbindung auswendig.
  • So, das war's. Wenn sie nun auf "Verbinden" klicken, wird der T-Online-Rechner angewählt und sie sind nach kurzer Zeit mit dem Internet verbunden.

Schritt 5: Einrichten der Internetapplikationen für die DFÜ-Verbindung

  • Manchmal ist es nötig, Anwendungen wie Browser oder E-Mail Programm auf die neue Verbindung hinzuweisen.
  • Microsoft Internet Explorer 4.xx: Klicken sie auf den Menüpunkt "Ansicht" und öffnen sie die "Internetoptionen". Anschließend wählen sie auf der Registerkarte "Verbindung" den Menüpunkt "Verbindung über Modem herstellen". Mit einem Klick auf "Einstellungen" kann man seine neuerstellte DFÜ-Verbindung auswählen und gegebenenfalls die Einstellungen ändern.
  • Microsoft Outlook Express: Sollte Outlook Express noch nicht für das T-Online E-Mail-Konto eingerichtet sein, so muss man dieses manuell erledigen. Nachdem man alle benötigten Daten für ein neues E-Mail Konto eingegeben hat (wie das geht, entnehmen sie bitte der Online-Hilfe von Microsoft Outlook Express), muss als Verbindungsart "Über Lokales Netzwerk" oder "Über Modem verbinden" ausgewählt werden.
  • Netscape: Beim Netscape lässt sich die neue Verbindung ebenfalls über die Internetoptionen anwählen.

 
(c) 1998 - 2004 by Christian Marker